Mona „Vor allem unabhängig sein“

Mona, 25, CEO

 

 Was machst Du beruflich?

Ich bin CEO für mein Start-Up-Unternehmen, welches ich erst vor ein paar Monaten gegründet habe. Ich berate Kunden über die Maschinen die ich vertreibe. Genau gesagt, verkaufe ich Wasserfilteranlagen für die Industrie international.

Was war auf Deinem Weg schwer und warum?

Ich und meine drei Geschwister sind im Asylheim geboren; dort verbrachten wir unsere ersten fünf Jahre. Nach den fünf Jahren zogen wir zu unserem Vater, dort begann der fast tägl. Alkoholkonsum, Gewalt und ohne Liebe wuchsen meine fünf Geschwister und ich auf. Es begannen Jahre des Missbrauchs, woran ich zerbrach. Ich besaß kein Selbstwertgefühl und hielt mich für nicht liebenswert. Meine Kindheit und Jugend würde ich als grausam bezeichnen. Mein Wunsch als kleines Mädchen war es, dass Leben zu bekommen, was ich verdient habe, stark zu werden und vor allem unabhängig zu sein.

Was ist Dir gut gelungen?

Ich machte trotz allem meinen Abschluss und habe 2014 meine eigene Firma gegründet. Ich fing an mit 14 Jahren regelmäßig neben der Schule zu arbeiten, dadurch hab ich vom Leben und von den Menschen gelernt.

Welche Rolle spielt Bildung in Deinem Leben?

Bildung ist wichtig! Meine Mutter meinte immer, dass ich als Frau unabhängig sein muss und dazu gehört Bildung.

Wer oder was hat Dir die Kraft gegeben?

Meine Mutter hat immer an mich geglaubt. Sie ist mein Sauerstoff und der Grund, wieso ich aus mir etwas machen wollte.

Was rätst Du anderen in einer beruflich schwierigen Situation?

Das sie immer offen für neues sein sollen, dass sie an sich glauben sollen – egal wie individuell sie auch sind.

Was willst Du sonst noch erzählen?

Ich bin Tochter palästinensischer Einwanderer. „Es ist nicht alles gold was glänzt“ trifft auf mich zu, da eigentlich niemand meine Situation kannte und alle dachten dass es mir in meinem Elternhaus gut ging. Dabei litt ich sehr unter meinen Vater und habe mit 13 Jahren angefangen meine Geschwister und Mutter vor ihm zu beschützen. Ich wurde viel geschlagen, weil ich mich oft davorstellte, wenn er zuschlag.