Selbstständigkeit und Jobs in Nischen

Wer selbstständig ist, arbeitet selbst und ständig, so sagt man. Aber man kann sich auch selbst einteilen, wann und mit wem man arbeitet. Man muss keinem Chef/ keiner Chefin folgen und endlich nur das machen, was man will und gut kann. Naja, so einfach ist es meist auch nicht. Die Künstlerin hat endlich ihr eigenes Atelier und nun auch schon ein paar Kunden, aber plötzlich muss sie Buchhaltung machen und sich damit befassen, ob und wie sie eine Internetseite haben will oder wie sie sonst auf sich und ihre Kunst aufmerksam macht.

Die Selbstständigkeit birgt viele Risiken, die aber 10,6% aller Erwerbstätigen eingehen und ihre eigene Firma gründen. Jedes Jahr kommen ungefähr 600.000 Frauen und 900.000 Männer dazu. Allerdings sind davon 80% Ein-Mann/Frau-Betriebe und ist die Quote derer, die nach dem zweiten Jahr ihre Selbstständigkeit wieder aufgeben, ist extrem hoch: 50%. Gerade das Buchhalterische und das Selbstmarketing, aber auch die Bürokratie rund um die Gründung wird oft unterschätzt. Dazu kommt, dass Viele sich nicht ausgiebig informieren, ob ihre Ware oder Dienstleistung auch wirklich gefragt ist und ob Menschen bereit sind, dafür zu bezahlen.

Doch es gibt auch Erfolgsgeschichten: Katharina Lachmund kochte nur für Freunde und Familie, bis sie es wagte, ihre tollen Marmeladen zu vermarkten- jetzt stehen sie in vielen Supermarkt-Regalen. Eine Andere hatte kein Geld für den Schulranzen der Tochter und nähte ihr einen aus alten Lederresten. Die Mitschüler fanden ihn so toll, dass sie auch einen wollten. Heute ist das Ganze ein Familienbetrieb und die Taschen werden in die ganze Welt geliefert.

Kennen Sie auch solche Geschichten? Wären Sie auch gerne ihr eigener Chef?

 

Kai, Eventschuhputzer

Ich wollte gerne etwas mit Menschen machen, wusste allerdings (vor 25 Jahren) nicht, was. Später kam ich durch einen Zeitungsaufruf zum Hotel. Die suchten einen Pagen (in HH) und in einem Moment wusste ich, das soll es sein. Meine Probleme vorher waren, dass ich nicht locker genug war und zu schüchtern. Heutzutage möchte ich nichts anderes mehr machen als als Schuhputzer zu arbeiten. In meiner Rolle und Garderobe fühle ich mich wohl und die Figur Eventschuhputzer ist vielfältig einsetzbar z.B. Fernsehen!

 

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